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Christian Doppler Labor Anthropogene Ressourcen

Übersicht Forschung

Hintergrund

Eine vor kurzem von der Europäischen Kommission im Zuge der Rohstoffinitiative veröffentlichte Studie stuft den zukünftigen Zugang der EU zu verschiedenen metallischen aber auch mineralischen Rohstoffen als potentiell problematisch ein. Als mögliche Strategien zur Abwendung von Versorgungsengpässen werden dabei neben der Erschließung außereuropäischer Rohstoffe, ein effizienterer Umgang mit Ressourcen und ein verstärktes Recycling propagiert. Letzteres zielt darauf ab, jene Rohstoffe, die in Infrastruktur und Konsumgütern eingebaut wurden, effizient wiederzugewinnen und als Sekundärressourcen zu nutzen. Während es für die Erkundung und Bewertung (Prospektion und Exploration) von primären Lagerstätten eigene Wissenschaftsdisziplinen gibt, ist das Wissen über sekundäre Rohstoffe und deren Verfügbarkeit sehr beschränkt.

Ziel

Das Ziel des gegenständlichen Christian Doppler Labors ist es daher, methodische Grundlagen für eine effiziente Bewirtschaftung von sekundären Rohstoffen zu schaffen. Dabei sollen exemplarisch für einzelne Materialien bzw. Sektoren Optimierungspotentiale für eine nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung aufgezeigt werden. Die im Detail untersuchten Fallbespiele (Modul 1) reichen vom Materiallager der Infrastruktur (case study A) über Aluminium- (case study B) und Plastikabfälle (case study C) bis hin zur Metallrückgewinnung aus Rauchgasreinigungsrückständen der Müllverbrennung (case study D).

Basierend auf den Ergebnissen der Fallstudien wird eine allgemeine Methodik zur Charakterisierung und Bewertung von sekundären Ressourcen entwickelt (Modul 2). Diese soll es einerseits erlauben, anthropogene Rohstoffe analog zu primären Lagerstätten zu klassifizieren (Unterscheidung in Reserven und Ressourcen) und andererseits effiziente Bewirtschaftungsszenarien für Sekundärrohstoffe zu erarbeiten. 

Struktur des Christian Doppler Labors für Anthropogene Ressourcen