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Wassergütewirtschaft

ARCEM

Austrian Research Co-operation on Endocrine Modulators (ARCEM)

Laufzeit: 2000-2003

Ansprechperson: Dr. Norbert Kreuzinger Emailnorbkreu(at)iwag.tuwien.ac.at

Folgende Downloads stehen zur Verfügung

  • Projekt Endbericht - Langfassung (PDFdownload)

 

 

ARCEM (Austrian Research Cooperation for Endocrine Modulators) stellt in Österreich den Start der Beschäftigung mit organischen Mikroverunreinigungen dar - sowohl auf umweltpolitischer als auch auf wissenschaftlicher Ebene. Österreich war eines der ersten Länder, die sich systematisch der Thematik angenommen haben und somit Pionierarbeit geleistet hat. Die Projektergebnisse waren damals so aktuell wie heute...

 

Kurzinformationen zum Projekt

Ergebnisse aus drei Jahren Risikoforschung über hormonwirksame Stoffe in Österreichs Gewässern trugen maßgeblich zum vorsorgenden Gewässerschutz bei

In der "Austrian Research Co-operation on Endocrine Modulators (ARCEM)" fanden sich WissenschaftlerInnen der Universität Wien, der Veterinärmedizinischen Universität Wien, der Technischen Universität Wien und der Universität für Bodenkultur, das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft zusammen.

ARCEM stellt in Österreich den Start der Beschäftigung mit organischen Mikroverunreinigungen dar - sowohl auf umweltpolitischer als auch auf wissenschaftlicher Ebene. Österreich war eines der ersten Länder, die sich systematisch der Thematik angenommen haben und somit Pionierarbeit geleistet hat. Auf internationaler Ebene sorgte ARCEM neben den Projektergebnissen durch den auf diesem Bereich erstmals gewählten interdisziplinären integrativen Ansatz für Aufsehen.

 

Arbeitsschwerpunkte von ARCEM

Diese Gruppe hatte das Ziel, Bewertung und Management des aktuellen Risikos hormonwirksamer Stoffe in österreichischen Gewässern zu ermöglichen. Aussagen über die Gesamtbelastung österreichischer Gewässer durch hormonwirksame Stoffe waren bis dato nicht möglich gewesen.

Im Jahr 2000 startete daher das dreijähige Forschungsvorhaben mit folgenden Schwerpunkten:

  • Analysen der relevantesten Stoffströme hormonwirksamer Stoffe in Österreich als Basis zur Vermeidung des Eintrages in die Gewässer
  • Flächendeckende Erhebung der Konzentrationen der wichtigsten hormonwirksamen Stoffe in österreichischen Oberflächen- und Grundwässern
  • Beschreibung der Belastung ausgewählter Fließgewässer in Österreich durch hormonwirksame Stoffe mit Fischen als Indikatororganismen
  • Bewertung des Risikos für die einheimische Fischfauna und für die menschliche Gesundheit (Verzehr von Fisch, Konsum von Trinkwasser)
  • Untersuchung des technischen Potenzials verschiedener Verfahren zur Entfernung hormonwirksamer Stoffe bei der Trinkwasseraufbereitung und bei der Abwasserbehandlung

Das Projekt wurde von den Ämtern aller Landesregierungen, der Österreichischen Kommunalkredit AG im Rahmen des Umweltförderungsgesetzes und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft finanziert.

 

Risikoforschung als Schlüssel zum vorbeugenden Umweltschutz

Die Ergebnisse von ARCEM setzen neue Maßstäbe und verdeutlichten die Bedeutung des vorsorgenden Gewässerschutzes in Österreich. Einige der untersuchten Substanzen sind mittlerweile auch in relevanten Rechtsvorschriften reglementiert.

 

EU-Projekt POSEIDON

ARCEM konnte 2001-2004 im Rahmen des EU-Projekts POSEIDON weitergeführt und erweitert werden.

Im Projekt POSEIDON (Assessment of Technologies for the Removal of Pharmaceuticals and Personal Care Products in Sewage and Drinking Water Facilities to Improve the Indirect Potable Water Reuse) wurde die Elimination von Arzneimittel und Körperpflegeprodukte (PPCPs) in der Abwasserreinigung sowie in der Trinkwasseraufbereitung untersucht. Sowohl konventionelle wie auch fortgeschrittene Technologien wurden in der Abwasserbehandlung evaluiert. Die Elimination der PPCPs im Belebungsbecken wurde mit derjenigen in einem Membranbioreaktor sowie in einem Biofilter verglichen. Die Nachbehandlung von biologisch behandelten Abwasser durch Zugaben von Ozon wurde in einer Pilotanlage evaluiert.

PDFPOSEIDON Endbericht

Projekthomepage

 

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