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Forschungsbereiche WASSERGÜTEWIRTSCHAFT und BIOLOGIE UND CHEMIE DES WASSERS

Institutsbeschreibung

Im Folgenden werden die Forschungsbereiche für Wassergütewirtschaft und Biologie und Chemie des Wassers des Instituts für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft beschrieben. Die Information steht auch als Download zur Verfügung.

 

Leitbild

Auf den Gebieten „Wassergütewirtschaft“ sowie „Che­mie und Biologie des Wassers“ entwickeln wir technische Systeme sowie Methoden und Konzepte, die der Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Güte des Wassers in biologischer, chemischer, physikalischer und hygienischer Hinsicht dienen.

Das Ziel ist es, die Nutzbarkeit von Wasser und Gewässern für die Menschen und den Schutz aller Gewässer vor Verunrei­nigung auf wirtschaftlich und ökologisch verträgliche Weise sicherzustellen. Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind Abwasserentsorgung, Abwasserreinigung, Gewässerschutz, Fluss­gebietsmanagement und die dafür notwendigen naturwissenschaftlichen Methoden und Verfahren.

Auf den Gebieten des „Ressourcenmanagements“ und der „Abfallwirtschaft“ entwickeln wir Methoden und Konzepte zur Analyse und Bewertung des anthropogenen Stoffhaushalts. Die Resultate dienen dazu, Systeme zur Versorgung, Nutzung und Entsorgung von Gütern nach den Kriterien der langfristigen Umweltverträglichkeit und der Ressourceneffizienz zu gestalten. Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind die Optimierung von Abfalltechnologien und -systemen, die Analyse des urbanen Stoffhaushaltes und der zugehörigen letzten Senken, die effiziente Nutzung anthropogener Ressourcen sowie die dafür notwendigen naturwissenschaftlichen Methoden und Ansätze.

 

Forschungsbereiche

Forschungsbereiche Analytische Chemie; Abwasserreinigung; Gewässerreinigung; Gewässerschutz; Wasserhygiene; Wassertechnologie; Wasseruntersuchung; Wasserversorgung; Wasserwirtschaft; Umweltforschung; Altlastensanierung; Computerunterstützte Simulation; Umweltschutz; Siedlungswasserbau; Abfalltechnologie; Rohstoffrückgewinnung (Recycling); Umwelttechnologie; Rohstofforschung, -wirtschaft; Nachhaltige Entwicklung, Nachhaltiges Wirtschaften; Umweltmanagement; Abfallwirtschaft; Abwasserreinigung, biologische; Abwasserreinigung, physikalisch-chemische; Anthropogener Stoffhaushalt; Bewertungsmethoden; Deponietechnik; Flussgebietsmanagement; Industriewasserwirtschaft; Kanalisation; Letzte Senke; Ressourcenmanagement; Stoffflussanalyse; Urbaner Metabolismus; Wasser- und Abwasseranalytik; Wasserchemie; Wassergütewirtschaft

 

Das Institut von 1815 bis heute 2013

2013

Jörg Krampe tritt am 1.8.2013 als Ordinarius für "Wassergütewirtschaft" die Nachfolge von Helmut Kroiß an.

 

2012

Der lang ersehnte Umbau der Räumlichkeiten des Fachbereichs Wassergütewirtschaft erfolt. Das Institut siedelt über die Sommermonate in Räumlichkeiten der TU am Arsenal um. Am12.10.2012 kommten die adaptierten Rämlichkkeiten vom Institutsvorstand Prof. Brunner (Abfallwirtschaft) und Dekan Eberhardsteiner eröffnet werden.

Prof. Helmut Kroiss wechselt im Oktober in den Ruhestand. Karl Svardal übernimmt interimistisch die Leitung des Forschungsbereichs.

Im Juli 2012 erfolgen die Berufungsvorträge für die Nachbesetzung des Ordinariats "Wassergütewirtschaft" und damit der Nachfolge Kroiss

 

2011

Auf Grund von Umstrukurierungen an der Technischen Universität werden die beiden Abteilungen "Wassergütewirtschaft" und "Biologie und Chemie des Wassers" zum Forschungsbereich "Wassergütewirtschaft" unter der Leitung von Helmut Kroiß zusammengelegt.

 

2004
Umbenennung des "Institut für Wassergüte und Abfallwirtschaft" in "Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft"
mit den Abteilungen:

  • Wassergütewirtschaft (Helmut Kroiß)
  • Biologie und Chemie des Wassers (Karl Svardal)
  • Ressourcenmanagement (Helmut Rechberger)
  • Abfallwirtschaft (Paul. H. Brunner)

2003
wurde die Stiftungsprofessur Ressourcenmanagement ins Leben gerufen (Helmut Rechberger)

1991
Umbenennung in Institut für Wassergüte und Abfallwirtschaft. Das Institut gliederte sich in folgende Abteilungen:

  • Wassergütewirtschaft (Wilhelm von der Emde, seit 1987 Helmut Kroiß)
  • Biologie und Chemie des Wassers (Norbert Matsché)
  • Landschaftswasserbau (Walter Kemmerling) seit 1993 dem Institut für Konstruktiven Wasserbau zugeordnet (Hubert Honsowitz)
  • Abfallwirtschaft und Stoffhaushalt (Walter Kemmerling, seit 1991 Paul. H. Brunner)

seit 1999 ist die Abteilung Bauinformatik (Helmut Krzizek) eingegliedert

1980
Aufgrund des Universitätsorganisationsgesetzes werden das Institut für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz und das Institut für Gewässerregulierung, Landwirtschaftlicher Wasserbau und Abfallwirtschaft in einem Institut für Wassergüte und Landschaftswasserbau zusammengefaßt.

1975
Im Rahmen des Universitätsorganisationsgesetzes wird die Technische Hochschule Wien in Technische Universität Wien umbenannt.

1969
Auf Veranlassung von Kresser wird die Lehrkanzel und das Institut für Gewässerregulierung und Landwirtschaftlichen Wasserbau (Vorstand W. Kemmerling) gegründet und bekommt vom Institut Kresser den Landwirtschaftlichen Wasserbau zugeteilt. Wenig später erfolgt die Umbenennung in Institut für Gewässerregulierung, Landwirtschaftlicher Wasserbau und Abfallwirtschaft, um zur Lösung dringender Probleme der Abfallbehandlung in Österreich beizutragen.

1964
Wird auf Vorschlag von Kresser die Lehrkanzel und das Institut für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Vorstand W.v.d. Emde) geschaffen und übernimmt vom Institut Kresser die Aufgaben der Siedlungswasserwirtschaft.

1959
W. Kresser wird zum Vorstand der Lehrkanzel Hydraulik, Gewässerkunde, Landwirtschaftlicher Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft berufen. Vor seiner Ernennung war Kresser Leiter des Hydrographischen Zentralbüros in Wien und befaßt sich wissenschaftlich vorwiegend mit Fragen der Hydrologie.

1951
R. Pönninger habilitiert sich für das Fachgebiet "Abwasserreinigung und Abwasserverwertung". Pönninger hat 1938 in Beuthnen grundlegende Versuche über hochbelastete Tropfkörper durchgeführt und darüber promoviert.

1940
Umwandlung der Dozentur Wasserbau III zur Lehrkanzel Wasserbau III - Verkehrswasserbau, Siedlungswasserwirtschaft und Landwirtschaftlicher Wasserbau. Zozeny hat sich mit großem Erfolg bemüht, die Kluft zwischen der theoretischen Hydrodynamik und der praktischen Hydraulik zu überbrücken. Besonders durch sein Buch "Hydraulik - ihre Grundlagen und praktische Anwendung" erlangte Kozeny internationalen Ruf. Wegen des Schwerpunktes der Hydraulik wird 1949 der Name "Institut für Hydraulik, Verkehrswasserbau, Siedlungswasserwirtschaft und Landwirtschaftlichen Wasserbau" geändert.

1935
J. Kozeny übernimmt als Nachfolger von Voit die Lehrverpflichtungen für Wasserbau III.

1929
Mit dem Ausscheiden von Halter werden die Wasserbaufächer neu aufgeteilt:

  • Wasserbau I - Wasserwirtschaft, Flußbau und Wasserkraftanlagen (F. Schaffernak)
  • Wasserbau II - Grundbau und Bodenmechanik (K.v. Terzaghi)
  • Wasserbau III - Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und Landwirtschaftlicher Wasserbau (zunächst Dozentur, vertreten durch W. Voit)

Terzaghi gilt als Begründer der Bodenmechanik und hat dem Erdbaulaboratorium der TH Wien internationale Anerkennung geschafft. Voit war Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Wien und hielt seit 1910 Vorlesungen über städtischen Tiefbau sowie über Enzyklopädie der Ingenieurwissenschaften für Studenten der Architektur und des Vermessungswesens. Ab 1929 waren seine Vorlesungen über Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und Landwirtschaftlichen Wasserbau verpflichtend für alle Hörer des Bauingenieurwesens.

1918
Aufteilung des Wasserbaues in die Lehrkanzeln:

  • Wasserbau I - Hydrologie (F. Schaffernak)
  • Wasserbau II - Grundbau, Meliorationswesen, Wasserstraßen- und Hafenbau sowie Stau- und Wasserkraftanlagen (R. Halter).

Schaffernak gebührt der große Verdienst, die Hydrologie in wissenschaftlicher Weise ausgebaut und zur Grundlage des Wasserbaues gestaltet zu haben durch sein Buch "Hydrographie" erlangte er Weltruf.

1909
R. Halter übernimmt die Lehrkanzel für Wasserbau. Er war bei der österreichischen Donauregulierungskommission angestellt und hat sich hauptsächlich mit Fluß- und Hafenbau sowie mit dem Hochwasserschutz befaßt.

1882
Straßenbau und Wasserbau werden vereinigt und J.G. schön wird als Professor berufen. Er hat sich vor allem durch sein Konzept für den hydrographischen Dienst in Österreich verdient gemacht. Um 1900 werden die Fachgebiete Wasser und Straßenbau endgültig getrennt.

1872
Umbenennung des Polytechnischen Institutes in Technische Hochschule Wien

1867
Die bisher einzige Lehrkanzel für Bauingenieurwesen wird nach dem Ausscheiden von Stummer in folgende Fachgebiete aufgeteilt:

  • Baumechanik und Theorie des Brückenbaues
  • Straßen-, Eisenbahnbau und konstruktiver Brückenbau
  • Wasserbau (Besetzung mit Ministerialingenieur Bayer)

1865
Neuorganisation des Polytechnischen Institutes Wien:

  • Allgemeine Abteilung,
  • Chemisch-technische Schule,
  • Maschinenbauschule
  • Bauschule (später Architektur)
  • Ingenieurschule (später Bauingenieurwesen)

1862
Stummer veranlaßt infolge der Ausdehnung der Lehrtätigkeit die Teilung seiner Lehrkanzel in "Landbaukunde" (entsprechend Hochbau - Besetzung mit M. Wappler) und "Wasser- und Straßenbaukunde".

1836
wird J. Stummer zum Professor für Land- und Wasserbaukunst ernannt. während bisher das Fach nur im dritten und letzten Studienjahr (im Wintersemester "Zivilbau", im Sommersemester "Wasserbau" - neben Zeichenübungen täglich ein einstündiges Kolleg) gelehrt wurde, hat 1842 der Lehrstoff einen solchen Umfang angenommen, daß es zur Teilung des Stoffes in "Landbaukunde" und "Wasser- und Straßenbaukunde", nunmehr vorgetragen in 2 Studienjahren, kommt. Stummer wurde neben seiner Lehrtätigkeit mit Entwurf und Bauleitung großer Bauwerke (Wohn- und Industriebauten, Verwaltungsgebäuden, Eisenbahnhochbauten usw.) betraut.

1818
übernimmt J.v. Kudriaffsky, Direktor des Niederösterreichischen Brücken- und Wasserbauamtes die Leitung der Lehrkanzel für Land- und Wasserbaukunst, die damals das gesamte Bauwesen (Bauingenieurwesen und Architektur) umfaßte. Kurdiaffsky ist einer der Begründer der Wiener Schule des Brückenbaues und hat verschiedene Brücken im Raum Wien über Donauarme gebaut.

1815
Beginn der Vorlesungen am Polytechnischen Institut Wien (so der Name der Technischen Universität Wien bei ihrer Gründung). Der von Direktor J. Prechtl verfaßte Organisationsplan sah 8 Fächer vor:

  • Mathematik
  • Physik
  • Allgemeine Chemie
  • Spezielle Chemie
  • Mechanik und Maschinenlehre
  • Technologie, Praktische Geometrie
  • Land- und Wasserbaukunst.