Forschungsbereich Wassergütewirtschaft | E226

TU Wien

Abwasserreinigung

Dieser Forschungsschwerpunkt beschäftigt sich mit der Entwicklung innovativer Verfahren und Konzepte der Abwasserreinigung vom Labor- bis zum Großmaßstab und dadurch mit der Weiterführung des Standes der Technik. Unter der Leitung von Karl Svardal und Norbert Kreuzinger werden Verfahren entwickelt und evaluiert, um kommunale und industrielle Kläranlagen verfahrenstechnisch und betrieblich zu optimieren.

Zur Verbesserung des Systemverständnisses bei den variablen Bedingungen in der Abwasserreinigung werden dynamische Modelle zur Simulation von Betriebseinstellungen und Reinigungseffizienzen eingesetzt, um optimierte Betriebsstrategien für unterschiedliche Rahmenbedingungen zu entwickeln.

Klärschlamm als Senke für verschiedenste Abwasserinhaltstoffe gewinnt nicht nur als Nährstoffressource (z. B. durch Phosphorrecycling), sondern auch als Energieträger immer mehr an Bedeutung. Der Forschungsschwerpunkt befasst sich mit der verfahrenstechnischen Weiterentwicklung der energetischen Nutzung von Klärschlamm, auch gemeinsam mit organischen Reststoffen, zur Erzielung einer ausgeglichenen Energiebilanz.

Einen weiteren zentralen Forschungsschwerpunkt nimmt die Thematik der Contaminants of Emerging Concern (CECs) im urbanen Wasserkreislauf ein.

In diesem Zusammenhang wird das Verhalten

  • organischer Spurenstoffe
  • Nanopartikel (eNPs - engineered nanoparticles)
  • Mikroplastik
  • Antibiotikaresistenzen

im Zuge der Abwasserreinigung untersucht und an der Evaluierung und Entwicklung technologischer Verfahren zur weitergehenden Entfernung geforscht. Auch praxisrelevante Fragestellungen zur Implementierung werden von der Gruppe bearbeitet.

Im industriellen Bereich werden zusätzlich zu Projekten zur Verfahrensoptimierung von Abwasserreinigungsanlagen auch neue, auf die jeweiligen Bedürfnisse und Problemstellungen hin abgestimmte Reinigungsverfahren entwickelt.

iwr.tuwien.ac.at