Forschungsbereich Wassergütewirtschaft | E226

TU Wien

ReLaKO

Reduktionspotential bei den Lachgasemissionen aus Kläranlagen durch Optimierung des Betriebes

Laufzeit:
2012-2014

Ansprechpersonen:
Dr. Vanessa Parravicini Emailvparravi(at)iwag.tuwien.ac.at
Dr. Karl Svardal Emailsvardal(at)iwag.tuwien.ac.at

Projektpartner:
Umweltbundesamt

Gefördert vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

 

Kurzinformationen zum Projekt:

Derzeit liegen in Österreich nur vereinzelt Messungen von Lachgas(N2O)-Emissionen aus Kläranalgen vor. Dieser Datenmangel erschwert nicht nur die Abschätzung der Lachgasemissionen, die bei der biologischen Abwasserreinigung als Nebenprodukt freigesetzt werden, sondern auch ein besseres Verständnis über die Entstehungsmechanismen dieses klimarelevanten Gases. Ein Schwerpunkt dieses Projektes liegt daher auf der konkreten Messung von Lachgasemissionen auf ausgewählten, kommunalen Kläranlagen, bei denen gleichzeitig die spezifischen Betriebsbedingungen für die Stickstoff-Oxidation und –Entfernung erfasst werden.  Das bessere Verständnis über die Einflussfaktoren der N2O-Produktion/Emission auf kommunalen Kläranlagen soll ermöglichen, betriebliche bzw. konstruktive Maßnahmen zur Verringerung der N2O-Emissionen auf kommunalen Kläranlagen abzuleiten.

Aufgrund der Klimaschutzrelevanz von Lachgas (N2O) soll im Rahmen des österreichischen Klimaschutzgesetzes (BGBl. I 106/2011) auch eine Verringerung der N2O-Emissionen aus österreichischen, kommunalen Kläranlagen angestrebt werden. Derzeit liegen nur vereinzelt Messungen von N2O-Emissionen aus Kläranalgen vor. Dieser Datenmangel erschwert nicht nur die Abschätzung der Lachgasemissionen, die bei der biologischen Abwasserreinigung als Nebenprodukt freigesetzt werden, sondern auch ein besseres Verständnis über die Entstehungsmechanismen dieses klimarelevanten Gases. Ein Schwerpunkt dieses Projektes liegt daher auf der konkreten Messung von Lachgasemissionen auf ausgewählten, kommunalen Kläranlagen, bei denen gleichzeitig die spezifischen Betriebsbedingungen für die Stickstoff-Oxidation und –Entfernung erfasst werden.

Das bessere Verständnis über die Einflussfaktoren der N2O-Produktion/Emission auf kommunalen Kläranlagen soll ermöglichen, betriebliche bzw. konstruktive Maßnahmen zur Verringerung der N2O-Emissionen auf kommunalen Kläranlagen abzuleiten. Durch die Abschätzung der Kosten für die Implementierung der jeweiligen Maßnahmen soll zusätzlich ersichtlich werden, welche Maßnahmen und mit welchem Aufwand einen relevanten Beitrag zur Reduktion der N2O-Eimissionen auf Kläranlagen gewährleisten können.

Eines der Ziele des Projektes liegt in der Erstellung eines nachvollziehbaren Berechnungsmodells zur Abschätzung der Lachgasemissionen aus kommunalen Kläranlagen in Abhängigkeit der Verfahrenstechnik, der Betriebsbedingungen und der Abwasserzusammensetzung. Basierend auf einer möglichst genauen Einteilung der österreichischen, kommunalen Kläranlagen in entsprechenden Klassen soll es durch das Berechnungsmodell möglich werden, die Gesamtemission an N2O auf nationaler Ebene hochzurechnen. Somit wird auch eine Überprüfung der derzeitigen, standardisierten Berechnungsansätze möglich. Auf ähnlicher Weise soll auch das Reduktionspotential an N2O-Emissionen auf kommunalen Kläranlagen in Österreich abgeschätzt werden.

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iwr.tuwien.ac.at